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  • Christina Damborsky

Auszeit für eine besinnliche Innenschau

Aktualisiert: 23. Dez. 2021




Nach der Begegnung mit einem Wintergoldhähnchen verfasste die Ausnahmekünstlerin Kate Bush eine Weihnachtsnachricht, in der sie Bezug zur Pandemie nahm - zu den damit verbundenen Verunsicherungen und Ungewissheiten über die Zukunft und fragte:

"Nach fast 2 Jahren mit COVID, sind wir alle noch dieselben Leute wie zuvor?"

Eine nicht unberechtigte Frage.


Die bevorstehenden Weihnachts- und Neujahrsfeiertage, aber auch Rauhnächte, sind ein guter Zeitpunkt, sich wieder auf die wesentlichen Dinge im Leben zu besinnen, diese Frage zu reflektieren und sich den eigenen Wandel in den vergangenen fast 2 Jahren vor Augen zu halten.



Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte

Eine junge Frau suchte Rat und Trost suchend ihre Mutter auf, da ihr das Leben mit seinen Alltagslasten so schwerfiel, sie erschöpft war und sie sich nicht mehr ein und aus wusste. Denn sobald ein Problem gelöst war, machte sich wieder ein Neues bemerkbar.


Die Mutter nahm ihre Tochter mit in die Küche. Dort füllte sie drei Töpfe mit Wasser und stellte diese auf den Herd. In den ersten Topf legte sie Karotten, in den Zweiten Eier und in den Dritten leerte sie Kaffeebohnen, und ließ alle drei Töpfe samt Inhalt köcheln.


Nach einer Weile stellte sie den Herd ab und nahm nach und nach die gekochten Lebensmittel aus den Töpfen. Die Karotten legte sie in eine Schüssel. Die Eier legte sie auf einen Teller und in eine Tasse leerte sie Kaffee. Dann wandte sie sich ihrer Tochter zu und fragte: „Was siehst du hier?“ Die Tochter antwortete: „Karotten, Eier und Kaffee.“



Daraufhin bat die Mutter ihre Tochter, die Karotten anzufassen. Beim Ertasten der Karotten fühlte die Tochter, dass die Karotten weich geworden waren.



Dann bat die Mutter ihre Tochter, ein Ei zu schälen. Das gekochte Ei war innen hart geworden.



Zuletzt bat die Mutter ihre Tochter, den Kaffee zu kosten. Das kräftige Aroma und der Geruch des Kaffees setzten der Tochter ein Lächeln ins Gesicht und diese fragte: „Mutter, was soll das Ganze?“


Die Mutter blickte sie an und erklärte, dass diese drei unterschiedlichen Lebensmittel gleichlang ein und denselben Bedingungen, nämlich dem kochenden Wasser, ausgesetzt waren. Dennoch hatte jedes einzelne davon unterschiedlich reagiert.


Die Karotten waren anfangs hart gewesen, aber durch das kochende Wasser weich und nachgiebig geworden.


Das Ei wiederum, war anfangs zerbrechlich gewesen. Nur eine dünne Außenschale hatte das flüssige Innere geschützt gehabt, aber durch das kochende Wasser verhärtete sich das flüssige Innere allmählich.


Bei den Kaffeebohnen war es aber ganz anders. Denn obwohl diese demselben kochenden Wasser gleich lang ausgesetzt waren, hatten die Kaffeebohnen das Wasser verändert und nicht umgekehrt.


Daraufhin blickte sie ihre Tochter an und fragte: „Welcher dieser drei Dinge ähnelst du deiner Meinung nach? Wenn du Schwierigkeiten gegenüberstehst, wie gehst du damit um? Wirst du wie eine Karotte, wie ein Ei oder wie eine Kaffeebohne sein? Was meinst du?


Wirst du wie die Karotte sein, die zunächst stark und standhaft wirkt, doch bei Problemen und Rückschlägen erschlafft und ihre Stärke verliert?


Oder wirst du wie ein Ei sein, harte Schale mit weichem Kern, das nach einem Todesfall, einem gebrochenen Herzen, Betrug oder anderen schwierigen Erfahren zunehmend verhärtet, gefühllos und pessimistisch wird? Äußerlich magst du vielleicht noch genauso aussehen wie zuvor, aber innerlich bist du verbittert, hart und unbeugsam geworden?


Oder wirst du wie eine Kaffeebohne sein, die erst unter großer Hitze und Druck so richtig auf Hochtouren kommt und ihre besten Seiten und Eigenschaften, das kräftigste Aroma, entfaltet? Die sich Problemen und Herausforderungen stellt, über sich selbst hinauswächst und widrige Umstände für positive Veränderungen nutzt?"


(VerfasserIn unbekannt)





Wie Karotten, Eier oder Kaffee in Zeiten der Pandemie?

Vielleicht scheint es mit der anhaltenden Pandemie, dass wir kaum noch Kontrolle über ein individuelles Leben haben. Selbst wenn das stimmen sollte, bleibt uns immer noch die Wahl, wie wir damit umgehen wollen.


Ob wir trotz Widrigkeiten

  • flexibler, dankbar, verständnisvoll, kompromissbereit anstelle von rigide oder

  • gefestigt, willensstark, weise statt verschlossen und zynisch

  • oder mutig und weiterhin offen dafür sind,

diese Krise unseren eigenen Vorstellungen und Wünschen entsprechend für gewollte Veränderungen zu nutzen.


Womit auch immer du dich derzeit am ehesten vergleichen würdest - bewerte es bitte nicht.

Die meisten von uns haben mehrere Phasen durchlebt und das ist auch ok. Es zeigt uns, dass wir immer wieder von Neuem beginnen können, wenn wir uns darauf besinnen und proaktiv darum bemühen.

  1. Wir alle sitzen mehr oder weniger im selben Boot, deswegen versuch sobald als möglich aus diesem "heißen Wasser" herauszukommen und versteife dich nicht auf die Pandemie, potenzielle Katastrophen oder Probleme. Betrachte und reflektiere sie, erlaub dir auch die Zeit und Raum für Kummer, aber bleib' nicht all zu lange darauf sitzen oder in der Schreckstarre.

  2. Auch wenn es schwierig fallen mag, versuche deine Komfortzone wieder auszudehnen, selbst wenn es anfangs nur kleine Wagnisse sind, wie wieder ins Gespräch mit einem unbekannten Gegenüber zu kommen.

  3. Halte dir vor Augen, wen und was du nach wie vor in deinem Leben hast, wofür du dankbar bist und dass du dein Leben bestimmen kannst. Probier mal, dir 2 Wunschvisionen auszumalen:

  4. eine, die derzeit machbar ist und

  5. eine andere, die vor 2 Jahren noch möglich gewesen wäre und

  6. arbeite dich schrittweise auf beide hinzu.

  7. Zu guter Letzt im Einklang mit Kate Bushs Weihnachtswunsch:

"In diesen seltsamen Zeiten hoffe ich wirklich, dass du die Chance bekommst, für einen Moment innezuhalten und die Natur um dich herum zu spüren."



Mögen sich deine Weihnachts- und Neujahrsfeiertage erholsam gestalten!


Für das kommende Jahr wünsche ich dir neben Gesundheit vor allem

Klarheit, Willensstärke und neue Visionen!


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